Mit Törtchen für den Vogelschutz

Dieses friedliche Gebäck setzte einen Schlusspunkt unter ein Massentöten und den massenhaften Konsum von echten Lerchen.
Lerchen galten als Delikatesse und die Region Leipzig war jahrhundertelang Hauptfanggebiet. Gerade die Lerchen aus der Leipziger Tieflandbucht nährten sich von wildem Knoblauch und galten als besonders würzig.
Die Vögel wurden in Haushalten und Gasthäusern gebraten, mit Kräutern und Eiern gebacken oder als Pastete zubereitet und kistenweise ins Ausland verschickt. Allein im Jahr 1720 waren das über 400.000 ! Lerchen. Im 19. Jahrhundert nahm die Tierschutz-Bewegung an Bedeutung und Einfluss zu.
Tierschutzvereine forderten, Singvögel generell von der Liste der jagdbaren Tiere zu streichen.Lerchen galten als Delikatesse und die Region Leipzig war jahrhundertelang Hauptfanggebiet. Gerade die Lerchen aus der Leipziger Tieflandbucht nährten sich von wildem Knoblauch und galten als besonders würzig.

Schließlich verbot der sächsische König Albert I. 1876 offiziell die Lerchenjagd. Dazu kam noch eine Naturkatastrophe, die den den Lerchenbestand dezimiert hatte und vielleicht zusätzlich ins Nachdenken brachte.
„Zwar ist es nicht eindeutig belegt, aber vieles spricht dafür, daß der erste Anstoß für ein entsprechendes Süßgebäck von den Leipziger Bäckern ausging. Sogar der Faden, mit dem die gebratenen Lerchen vorher zusammengebunden wurden, war mittels Mürbeteig nachempfunden.
Der Begriff Leipziger Lerche ist seit 2004 durch den Landesinnungsverband Saxonia geschützt.
Der Begriff Leipziger Lerche ist seit 2004 durch den Landesinnungsverband Saxonia geschützt.