Etappen Südinsel




18. - 21. November – Kaikoura





Zeltplatz Kaikoura

↑ Korimako – Anthornis melanura – Glockenvogel – Bellbird
Endemic – Endemisch NZ





↑ Kuruwhengi – Spatula rhynchotis – Australische Löffelente – Australasian shoveler
Native – Einheimisch


↑ Tarāpunga – Chroicocephalus novaehollandiae scopulinus – Rotschnabelmöwe/Weißkopflachmöwe – Red billed gull
Native - Einheimisch

Eine weitere Unterart ist die Chroicocephalus novaehollandiae forsteri auf Neukaledonien.




↑ Tākapu – Morus serrator – Australtölpel – Australasian gannet
Native - Einheimisch



↑ Pohowera – Charadrius bicinctus – Doppelbandregenpfeifer – Banded dotterel
Endemic – Endemisch NZ
Off Shore


Lutz hatte am nächsten Tag eine zweite Albatrostour gebucht, während Uta am nächsten Tag ihre erste Whale-Watching Tour durchführte.
Am dritten Tag nahmen wir gemeinsam an einer Whale-Watching Tour teil.


↑ Toroa – Diomedea epomophora sanfordi – Nördlicher Königsalbatros– Northern royal albatross
Endemic – Endemisch NZ

↑ Toroa – Diomedea exulans gibsoni – Wanderalbatros– Wandering albatross
Native - Einheimisch

Der Northern Royal Albatros hingegen hat auch eine Brutkolonie auf dem neuseeländischen Festland, in Toroa Head bei Dunedin. Bei Reisetag 3 berichten wir von unserem Besuch dort. Somit wäre es für die Albatrosse von dort ein kleiner Ausflug mit gewisser Nahrungsgarantie.

↑ Toroa – Diomedea epomophora sanfordi – Nördlicher Königsalbatros– Northern royal albatross
Endemic – Endemisch NZ
Toroa – Diomedea exulans gibsoni – Wanderalbatros– Wandering albatross
Native - Einheimisch
Auf diesem Foto sind die beiden ähnlchen Albatros Arten zu sehen.
Vorn: Wanderalbertros Diomedea exulans gibsoni
Hinten: Königsalbatros Diomedea epomophora sanfordi
Der Wanderalbatros ist an der feinen dunklen Schneide am Oberkiefer zu erkennen. Beim Königsalbatros ist der Schnabel mehr Rosa.

Dieser Albatros mit seiner
markanten Gesichtszeichnung ist in der Brutzeit ein häufiger Besucher der
Küstenregionen Neuseelands und Südostaustraliens. Der Salvinalbatross wurde
früher übrigens als Unterart des Weißkappenalbatrosses eingestuft,
Untersuchungen führten zu einer Neubewertung der Verwandtschaftsbeziehungen im
Sinne einer eigenständigen Art.
Der ausgewachsene
Salvinalbatros unterscheidet sich vom ausgewachsenen Weißkappenalbatros, den
wir vor Stewart Island gesehen hatten, durch Nuancen: Beim Salvinalbatros
verläuft am Schnabelansatz unten ein feiner orangefarbener vertikaler Strich,
der Schnabel ist hellolivgelblich und einem dunklen Fleck am Unterschnabel. Der
Schnabel des Weißkappenalbatrosses ist hingegen blaugrau, mit gelber Spitze, im
Jugendalter mit schwarzen Fleck auf beiden Kiefern. Der vertikale Strich am
Schnabelansatz changiert zwischen gelb und orange.
Der Salvinalbatros brütet auf
Inseln, deren Namen an Seeabenteuer und Fernste Fernen denken lassen wie den
Bounty-Inseln (neun Inseln und Inselchen) und The Forty-Fours (Chatham
Islands). Nicht weniger abenteuerlich ist auch, dass die jungen Albatrosse bis
zu den Küsten Perus und Chiles fliegen.
Die Daten zur Verbreitung des
Salvinalbatros auf See stützen sich auf Sichtungen und Auffindungen von
Fischereifahrzeugen.
Über die neuesten
Forschungsansätze berichtet das Department of Conservations:
„Wir haben uns kürzlich mit
dem NIWA (National Institute of Water and Atmospheric Research) zusammengetan,
um diese Vögel besser zu verstehen. Wir verwenden jetzt GPS-Argos-Tags, um zu
sehen, was diese Vögel in Neuseeland, Chile und Peru tun. So können wir auch
feststellen, wo sie auf hoher See mit Fischereifahrzeugen in Kontakt kommen.“

↑ Toroa – Thalassarche salvini – Salvin-Albatros – Salvin's mollymawk/Salvin's Albatross
Endemic – Endemisch NZ

↑ Pāngurunguru – Macronectes halli– Hall-Sturmvogel– Northern giant petrel
Endemic – Endemisch NZ

In Neuseeland brüten etwa 2700 Paare.
Sie ernähren sich von Aas und Küken von Seevögeln und auch Pinguin- und Albatrosküken. Sie erbeuten außerdem Fische und Tintenfische von der Meeresoberfläche.
Der Unterschied zwischen Sturmvögeln und Albatrossen ist, dass die Sturmvögel große getrennte Nasenlöcher haben, die an der Schnabelspitze verbunden sind. Albatrosse haben kleinere Nasenlöcher, die getrennt an der jeweiligen Seite des Schnabels liegen.


↑ Tāiko – Procellaria westlandica– Westlandsturmvogel– Westland petrel
Endemic – Endemisch NZ

Westlandsturmvögel sind an Land meist nachtaktiv. Sie starten noch vor Sonnenaufgang und kehren in der Abenddämmerung zu ihren Brutkolonien zurück.


↑ Karetai hurukoko – Daption capense australe– Kapsturmvogel– Cape petrel snares
Native - Einheimisch
Karetai hurukoko – Daption capense capense– Kapsturmvogel– Cape petrel southern
Native - Einheimisch



Der Kapsturmvogel Daption capense capense, ist auf dem antarktischen Festland, der Antarktischen Halbinsel und auf den antarktischen und subantarktischen Inseln (Süd Georgien) außerhalb Neuseelands beheimatet.
Und der Snares-Kapsturmvogel Daption capense australe ist auf den Snares-, Bounty-, Antipoden-, Auckland- und Chatham-Inseln in der Region Neuseeland zu Hause.

↑ Rako – Ardenna bulleri – Graumantel-Sturmtaucher– Buller's shearwater
Endemic – Endemisch NZ


↑ Kaikōura tītī – Puffinus huttoni – Huttonsturmtaucher– Hutton's shearwater
Endemic – Endemisch NZ

Bei Kaikura gibt es eine geschützte und eingezäunte Kolonie, um den Sturmtauchern ein vor Prädatoren geschütztes Brüten zu ermöglichen. Diese Kolonie wird von einer geimeinnützigen Stiftung betreut.
Diese Kolonie konnten wir uns am Abend von außen betrachten.
Follow The Hutton's Shearwater.

Dieser QR Code ist das Fenster zur Kolonie der Hutton´s Shearwaters. Seit 2010 brüten hier die Shearwaters in einem umfriedeten Gelände oberhalb der Klippen mit Blick über das Meer. In Nisthüttchen, deren Deckel abnehmbar sind, sitzen die Jungvögel. Mit der Dämmerung landen die Elternvögel zum Füttern nach einem Tag auf der offenen See.
Der Hutton`s Shearwater Trust hat seit Oktober 2008 die Huttons und ihren Schutz, die Forschung, die Bildungsarbeit und Erhaltungsmanagement im Dienst dieser Vögel unter seinen Fittichen.





Whale Watch Kaikoura wurde 1987 von den indigenen Ngāti Kuri people von Kaikōura ( einem Māori subtribe des größeren Ngāi Tahu South-IslandTribes ) ins Leben gerufen. Die Maorifamilien von Kaikoura sahen in der Achtung vor den Walen den Schlüssel zu einer besseren Zukunft. Dahinter steht die Mythologie, in der ihr Ahnherr Paikea in das neue Leben auf Neuseeland auf dem Rücken des Wales Tohorā ritt. Die Gründer nahmen Hypotheken auf ihre Häuser auf, um einige aufblasbare Schlauchboote für die Walbeobachtungstouren zu kaufen. Das Unternehmen expandierte und heute bringen vier Hamilton- Katamarane mit leisem Antrieb und innenliegenden Turbinen Walsehnsüchtige hinaus in die Bucht. Die Boote sind ansprechend gestaltet, für die Walbeobachtung designt und bieten Aussichtsplattformen, eine umlaufende Reling und einen großen Innenbereich ( Platzspektrum von 48 bis zu 116 Passagiere )mit Videoleinwand. Die Tour(en), die wir mitgemacht haben, waren gut besucht, aber nicht überfüllt. Wir hatten eine gute Aussicht ohne Gedrängel. Immer wieder wurde das Boot gestoppt bzw. fuhr langsam, wenn die Crew etwas von Interesse zeigen wollte oder wenn das Hydrophon ins Wasser gelassen wurde. War da etwa ein Pottwal mit seinen Clicklauten zu hören? Pott- oder auch Spermwale genannt, verfügen über ein differenziertes Sonarsystem, ihre Clicks sind mit die lautesten Geräusche der Tierwelt. Sie nutzen sie zum Jagen, Navigieren, Kommunizieren und sie können es auch als Waffe einsetzen, um ihre Beute zu betäuben oder zu töten!

In der tiefsten Dunkelheit verlassen sie sich nicht auf ihr Augenlicht, sondern nutzen stattdessen die Echoortung, sie interpretieren dann die Echos, die von Objekten zurückgeworfen werden. So orten sie Beutetiere mit großer Genauigkeit und können in ihrer dunklen Tiefseeumgebung „umschauen“. Die hohe Stirn des Pottwals ist Sitz des mit Öl gefüllten Spermaceti-Organs, von dem diese Biosonar-Clicks ausgehen dürften, jedenfalls ist das eine der Erklärungen für diese biologische Besonderheit im Reich der Wale.
Auf der Seite von Whale Watch Kaikoura ist die Arbeitsweise der Hydrophonie beschrieben: „Unsere Hydrophone (Unterwassermikrofone) können die Echoortung eines Pottwals in einer Entfernung von 1 bis 8 Meilen auffangen. Je lauter das Klicken ist, desto näher sind wir am Wal. Wenn der Kapitän also die Echoortung des Pottwals hört und sie recht schwach ist, müssen wir uns vielleicht eine Meile oder mehr bewegen, und beim nächsten Mal sollte das "Klicken" hoffentlich viel lauter sein, was darauf hindeutet, dass wir viel näher an diesem Individuum sind. Es ist richtungsabhängig, d.h. aus welcher Richtung das Klicken kommt, ist auch die Richtung, in der sich der Wal befindet.“
Als dann der Wal auftauchte, blieb das Schiff in respektvoller Entfernung parallel zum Wal:
Zwischen November und März finden täglich vier, in der Nebensaison drei Touren statt.

↑ Orcinus orca– Schwertwal– Orca
Native - Einheimisch

Weibchen und Männchen unterscheiden sich dadurch, dass die Männchen länger und massiger sind als die Weibchen und die Weibchen kleinere, stärker gebogene Rückenflossen und kleinere Brustflossen haben.
In Neuseeland leben schätzungsweise 150-200 Tiere, die weite Strecken in den Küstengewässern des Landes zurücklegen.
Orcas sind in der Regel in Familiengruppen oder Schulen anzutreffen. Diese Gruppen bleiben in der Regel ein Leben lang zusammen und können zur Entwicklung eines eigenen Dialekts führen.

↑ Balaenoptera physalus – Finnwal– Fin whale
Native - Einheimisch

Ihre Rückenflosse gibt ihnen ihren Namen - diese Flosse ist eines ihrer Hauptmerkmale.
Wie andere Bartenwale gleiten auch Finnwale an der Oberfläche mit bis zu 48 km/h und nehmen große Mengen Wasser auf. Wenn sie ihr Maul schließen, wird das Wasser durch die Barten herausgedrückt und die Beute ( kleine Fische, Tintenfische, Krill ) bleibt an der Innenseite der Barten hängen. Ein Finnwal frisst auf diese Weise täglich bis zu zwei Tonnen Nahrung!
Pottwal – Physeter macrocephalus – Sperm whale



↑ Physeter macrocephalus – Pottwal – Sperm whale
Native - Einheimisch

Kaikōura beherbergt nur die männlichen Pottwale, während die Weibchen und Jungtiere sich in wärmeren Gewässern aufhalten. Es ist ein Futterplatz, an dem vor allem junge Pottwalbullen sich Kraft und Stärke anfressen. Pottwale ernähren sich von Beutetieren, die auf oder in der Nähe des Meeresbodens zu finden sind, vor allem Kalmare, aber auch von Haien und verschiedene Knochenfischen. Im Gegensatz zu anderen Walarten, die nur zu bestimmten Zeiten des Jahres fressen, fressen Pottwale die ganze Zeit. Sie können täglich etwa 3 % ihres Körpergewichts fressen, was für einen erwachsenen männlichen Pottwal etwa 1,5 Tonnen Nahrung pro Tag bedeuten kann. Prägnant ist neben der hohen Stirn der schmale Unterkiefer mit einer Reihe von insgesamt 40-60 kegelförmigen Zähnen von ca. 20 cm Länge – die Zähne des Oberkiefers brechen nicht durch, sondern bilden eher eine Art Hornscheide.


↑ Lagenorhynchus obscurus – Schwarzdelfin – Dusky dolphin
Native - Einheimisch
Die Dusky-Dolphins ( Schwarzdelphine) waren uns in Neuseeland und überhaupt noch nicht begegnet. Sie sind auffällig durch die starken Kontraste mit den markanten Seitenstreifen. Sie beobachteten das Schiff und verschwanden dann wieder.

↑ Tara – Sterna striata – Taraseeschwalbe – White fronted tern
Native – Einheimisch








↑ Kāruhiruhi – Phalacrocorax varius – Elsterscharbe – Pied shag
Native – Einheimisch

↑ Pūtangitangi – Tadorna variegata – Paradieskasarka – Paradise Shelduck
Endemic – Endemisch NZ
Matuku moana – Egretta novaehollandiae – Weißwangenreiher – White-faced heron
Native – Einheimisch
