Am Hellissandur-Riff
Weiterhin Regen

Eiderenten werden von einer ausgestopften Figur bewacht
03.06.2014 Nach einem kurzem Einkauf in Ólafsvík fahren wir die Küste entlang Richtung Rif und Hellisandur. An einigen Inseln der Binnenseen von Ólafsvík brüten wohlbehütet Eiderenten. An und auf den Inseln sind menschliche Figuren aufgestellt, wohl um Raubmöwen abzuschrecken.

Einer der schönsten Strände der Welt
Wir beschließen an den westlichsten Zipfel der Halbinsel Snaefellsnes zu fahren. Wir biegen auf eine kleine Seitenstraße Richtung Öndverðarnes ab und machen Halt an einem der schönsten Strände der Welt. Uns empfängt eine geschützte Bucht mit goldgelbem feinen Sand. Allerdings laden die Tempereturen von 6 °C nicht gerade zum Baden ein. Und wir sind die einzigen Menschen, sehen aber auch kein einziges Tier.
In Öndverðarnes angekommen begrüßt uns ein typisch isländisch gelber Leuchtturm und eine Robbe, die in einer kleinen poolartigen Bucht umherschwimmt und uns neugierig bestaunt. Später am Zeltplatz erfahren wir, weshalb die Robbe Schutz in dem "Pool" gesucht hat, weshalb wir am nächsten Tag noch einmal hierherfahren sollten.

Leuchtturm bei Öndverðarnes

Robbe in einer geschützten Bucht
Der Trawler Epine
Bei der Rückfahrt halten wir an einem Rastpunkt und gehen zu einem Strand, an dem einiger verrosteter Schrott herumliegt. Die überreste des Trawers Epine. Auf einem mehrsprachigem Informationsschild steht die Geschichte, d.h. der Untergang am 13. März 1948. Und die Rettung von 5 der 19 Besatzungsmitglieder.
Unten steht: "Bitte beachten: Die Trümmer sind historische Zeugnisse und dürfen nicht entfernt oder verränsert werden.

Der Trawler Epine

Die Reste des Trawlers Epine
Am Zeltplatz erfahren wir von einem Mitcamper, dass in der Nähe - nicht weit vom Zeltplatz entfernt - eine Kolonie von Möwen und von von "Kormoranen" sei. Und das an der Küste von Öndverðarnes, wo wir eben waren, tatsächlich Schwertwale (Orcas) gesichtet wurden. Uta hatte nur kurz, einen magischen Wimpernschlag lang, eine Finne auftauchen sehen. Sie sind also da! Jetzt verstehen wir, warum sich die Robbe in der Bucht aufgehalten hatte, ohne vor uns zu flüchten.
Wir beschließen, morgen nochmal hinzufahren. Den Tag lassen wir ausklingen, indem wir zu der Möwenkolonie und den angeblichen Kormoranen wandern. Dies stellte sich als eine etwas längere Wanderung heraus, da wir wohl den von der Kolonie am entferntesten Punkt losgewandert waren. Lutz musste die Wanderung zum Teil querfeldein in Sandalen machen, da sich die Schuhe durch den nun mehrtägigen Rechen langsam aufzulösen begannen.
Nach mehr als einer Stunde Laufen standen wir an einem Riff mit einer Kolonie Dreizeihenmöwen, Eissturmvögeln und einer brütenden Krähenscharbe. Die Krähenscharbe gehört wie dier Kormoran zu der Ordnung der Ruderfüße (Pelecaniformes ).

Krähenscharbe [Phalacrocorax aristotelis]
auf dem Nest

Dreizehenmöwe
[Rissa tridactyla]

Schmarotzerraubmöwen
[Stercorarius parasiticus], Helle und Dunkle
Morphe

Eismöwen [Larus hyperboreus]
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An den Klippen